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Die Welt befindet sich im Krisenmodus - und mit ihr viele Unternehmen. Motto: Bloß keinen Fehler machen. Klein machen. Irgendwie durchkommen. Dabei ist gerade in schwierigen Lagen aktives Handeln statt Schockstarre erforderlich, hat Stephan Probst, Geschäftsführer der Medienagentur Drive, gelernt. Im iBusiness Expert Talk erklärt er gemeinsam mit Strategist Denis Farber, was Segeln und Unternehmensführung gemein haben - und wie man ein Schiff durch schwere See steuert. Video-Podcast ansehen
Expert Talk: "Close the loop! Wie aus Produktdaten Product Experience wird" Video-Podcast ansehen
Product Experience statt simpler Beschreibungstexte: Wer mit Produktinformationen arbeitet und dabei Nutzer-Feedback und Channelsignale berücksichtigt, kann ein fortschrittliches Kundenerlebnis gestalten. Wie das genau funktioniert, erklärt Contentserv-Chef Michael Kugler im iBusiness Expert Talk. Video-Podcast ansehen
Arbeitswelt

Jobwechsel: Lieber ein schlechter Chef, aber mehr Geld

02.03.2023 Deutschlands ChefInnen überschätzen ihre Bedeutung in der Arbeitswelt. Für einen Jobwechsel sind ihre Führungsqualitäten weit weniger ausschlaggebend als etwa ein guter Teamspirit oder sinnstiftende Arbeit. Wollen Arbeitnehmende bei einem neuen Arbeitgeber anfangen, lockt sie eigentlich nur eines: das Geld.

 (Bild: DVAG Deutsche Vermögensberatung AG)
Bild: DVAG Deutsche Vermögensberatung AG
Für mehr als jede dritte Person (34,2 Prozent) wäre ein höheres Gehalt der wichtigste Grund seinen aktuellen Job zu kündigen und einen neuen zu beginnen - erst mit deutlichem Abstand folgen flexible Arbeitszeit/flexibler Arbeitsort (18 Prozent) und ein gutes Team (15,7 Prozent). Ungeachtet der Debatte um New Work und Home Office ist die Entlohnung damit weiterhin unangefochten das wichtigste Kriterium für einen Jobwechsel - und zwar über alle soziodemografischen Einteilungen hinweg. Allerdings mit spürbaren Unterschieden: Für Männer (40 Prozent) ist das Gehalt signifikant wichtiger als für Frauen (28,9 Prozent). Befragte mit Haupt-/Volksschulabschluss (37,3 Prozent) legen mehr Wert darauf als AkademikerInnen (32,8 Prozent). Und auch regional gibt es Abweichungen, wie die vom Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführte Umfrage zeigt: Für die Menschen in den östlichen Bundesländern (46,8 Prozent) ist das Gehalt/ der Lohn als Grund für einen Jobwechsel bedeutender als in den westlichen (28,3 Prozent). Norden (32,3 Prozent) und Süden (33,6 Prozent) liegen in der Mitte.

"Die unsichere wirtschaftliche Situation in Deutschland verbunden mit der Angst vor Wohlstandsverlusten fördern den Wunsch nach Sicherheit - das heißt ganz wesentlich eben auch materielle Sicherheit und damit mehr Gehalt", kommentiert Sylvia Edmands‘Sylvia Edmands’ in Expertenprofilen nachschlagen , CEO von talentee zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser , "das momentan aktuell so häufig diskutierte Thema der flexiblen Arbeitszeit bzw. des flexiblen Arbeitsortes tritt bei vielen Menschen aktuell ein Stück weit in den Hintergrund." Die höchsten Werte hier verzeichnet die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen (22,4 Prozent) sowie die Familien (21,9 Prozent). Allerdings fallen Aufstiegsmöglichkeiten bei den Befragten kaum ins Gewicht, lediglich 5,4 Prozent gaben an, dass ihnen die Karrierechancen besonders wichtig sind.
Preview von Prioritäten beim Jobwechsel

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Sinnstiftende Arbeit ist wichtiger als ein guter Chef

Weniger Relevanz für einen Jobwechsel hat die Chefin oder der Chef, so zeigt die talentee-Umfrage. Nur für jeden Zehnten wäre eine potenziell gute Führungskraft der ausschlaggebende Grund, den Arbeitgeber zu wechseln. Bei Befragten mit Haupt-/Volksschulabschluss liegt der Wert (14,9 Prozent) deutlich höher als bei den AkademikerInnen (8,4 Prozent). Genau anders herum verhält es sich bei der sinnstiftenden Arbeit: Für jeden fünften Akademiker wäre das der zentrale Grund für einen beruflichen Neustart, bei den Haupt-/Volksschulabsolventen sagt das nur jeder 15te (6,8 Prozent). "Je höher der formale Bildungsgrad desto größer ist meist auch der berufliche Gestaltungsspielraum. Sinnhaftigkeit bei der Arbeit und Teamspirit werden hier wichtiger, die Rolle des Vorgesetzten verliert tendenziell an Bedeutung", so Edmands weiter, "für Unternehmen hat das eine zentrale Bedeutung: Sie sollten die eigenen Fachkräfte viel stärker im Recruitingprozess berücksichtigen und sie schneller als bisher mit den BewerberInnen vernetzen."

Das Marktforschungsunternehmen INNOFACT hat im Auftrag von talentee insgesamt 1000 Personen aus ganz Deutschland im Alter von 18-79 Jahren Anfang des Jahres 2023 online befragt.
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