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Kontensperrung in sozialen Medien löst kontroverse Debatten aus
13.01.2021 Nachdem Twitter das Konto von Noch-US-Präsident Donald Trump dauerhaft gesperrt hatte, mehren sich nun kritische Stimmen.
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"180-Grad-Wende"
Beim Bitkom
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Rohleder: "Die Bundesregierung mag den Plattformbetreibern vorwerfen, dass sie über das Ziel hinausschießen, wenn sie nicht nur einzelne Tweets oder Posts löschen, sondern einen Account komplett stilllegen. Man kann ihnen aber nicht vorwerfen, dass sie die Meinungsfreiheit einschränken, nachdem man sie mit dem NetzDG aufgefordert hat, genau dies bei strafbaren Inhalten zu tun. Eine solche Haltung ist zutiefst widersprüchlich." Die Bundesregierung werde sich entscheiden müssen, ob sie Betreiber zu eigenständigen Eingriffen auf ihren Plattformen zwingen will oder nicht.
Selbstverständlich müssten die Betreiber von kleinen und großen Plattformen, Web-Communitys oder Online-Spielen die Möglichkeit haben, Regeln aufzustellen und umzusetzen, nach denen ihre Angebote genutzt werden können. Und ebenso müssten sie die Möglichkeit haben, einzelne Inhalte oder Teilnehmer zu sperren, wenn gegen diese Regeln verstoßen wird, zumal im vielfach wiederholten Fall. Mindestens ebenso wichtig sei laut Bitkom, "dass die Behörden ihrerseits aktiv werden, strafwürdige Inhalte identifizieren und die Plattformen anhalten, solche Inhalte zu entfernen und im Bedarfsfall ihre Urheber zu sperren. Hier ist - wie inzwischen auch von einigen Spitzenpolitikern festgestellt wird - der Staat in der Pflicht. Dieser Pflicht sollte er nunmehr nachkommen."