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Das hohe Ross der Verleger

28.04.2010 - "Niemand wird den deutschen Verlagen das Kleinanzeigen-Geschäft wegnehmen können". "Das Internet hat Existenzen zerstört". Zwischen diesen beiden Verleger-Aussagen liegt nicht einmal ein Jahrzehnt. Jetzt könnte sich die Tragödie als Farce wiederholen. Beim Regional-Publishing.

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Walter Lorz
Von: Walter Lorz ,  selbstständig ,  Verbindungen
Am: 28.04.2010

Zu: Das hohe Ross der Verleger

Die ewig alte Leier der Verlegerschelte steht im krassen Gegensatz zum Innovationsgeist, der sonst durch das Portal weht. Oder genauer: getretener Quark wird breit, nicht stark!

alte Marken, alte Zeitungen

Hallo Herr Graf, Sie schreiben da: »Nichts ist so alt wie die Marke von gestern - außer der Zeitung von heute.« Das Doppel-Dogma kommt mir auf beiden Seiten fragwürdig vor. Die Marke von gestern kann ganz schön fit sein: Coca-Cola, Jacobs Kaffee, Aldi, Allianz Versicherungen… Auch die Marke Google ist in Deutschland schon über 10 Jahre alt, also nicht mehr ganz jung. Der große Werbetexter David Ogilvy sagte einmal: Eine große Idee (Big Idea) muss mindestens 30 Jahre lang verkaufen, sonst ist es keine.

Was mich an der Zeitung von heute stört, ist gerade nicht das relative Alter ihrer Meldungen, sondern deren oft mangelhafte Qualität. Eine der Ursachen dieses Qualitätsverlustes sehe ich gerade in dem Versuch der Zeitungen, möglichst noch aktueller als Fernsehen und Internet zu sein. Deshalb haben sie sich abgewöhnt, über Dinge zu berichten, die wirklich passiert sind, und schreiben lieber über Dinge, die voraussichtlich heute oder morgen passieren werden. Wenn ich die Zeitung lese, tue ich es um herauszufinden, was gestern oder vorgestern wirklich passiert ist. Hier tut sich meines Erachtens die entscheidende Marktlücke auf; ich warte auf die Zeitung mit dem Claim: Wir schreiben grundsätzlich nur über Dinge, die wirklich passiert sind.

Natürlich hat der Qualitätsverlust viel mit dem Personalabbau in den Redaktionen zu tun, aber da tun die Zeitungsverlage ja nur das gleiche, was leider alle großen Firmen tun. Zeitungen sind nicht das einzige, das wegen des Personalabbaus ständig an Qualität verliert, sondern das gleiche Schicksal trifft auch Post, Bahn, Software, Autos, Flugzeuge, Handys, Bohrinseln und U-Bahn-Tunnel.
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