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DSGVO: Jedes zweite Unternehmen ist nicht vorbereitet
15.09.2017 Die Ergebnisse einer jüngsten Umfrage zum Thema EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind alarmierend: Obwohl die Umsetzungsfrist am 25. Mai 2018 abläuft, besteht auf Unternehmensseite große Unsicherheit hinsichtlich der genauen gesetzlichen Vorgaben. Konkrete Aktivitäten zur Vorbereitung gehören vielerorts nicht zur Tagesordnung.
Das mangelnde Verständnis spiegelt sich auch in weiteren Ergebnissen der Umfrage von WatchGuard
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Obwohl viele Unternehmen das Thema DSGVO bereits seit längerem auf dem Radar haben, gehen nur 10 Prozent der Befragten davon aus, die Vorgaben bereits heute umfassend erfüllen zu können. In Deutschland sind es nur sieben Prozent. Den untergeordneten Stellenwert entsprechender Aktivitäten verdeutlicht auch die Tatsache, dass 44 Prozent aller Befragten gar nicht wissen, inwieweit ihr Unternehmen bei der Erfüllung der spezifischen Vorgaben vorangeschritten ist (Ergebnis gilt sowohl international als auch allein auf Deutschland bezogen). Von den Teilnehmern, die DSGVO-Relevanz für ihr Unternehmen sehen (insgesamt 35 Prozent aller Befragten), geht die Mehrheit (86 Prozent) von einer aktuell starken Compliance-Strategie in den eigenen Reihen aus: Firewall, VPN und Verschlüsselung gehören für sie im Rahmen dessen zu den wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen. Dennoch gibt es 51 Prozent, die glauben, dass die Sicherstellung von DSGVO-Konformität nur mit signifikanten Veränderungen der IT-Landschaft erreicht werden kann. Vor diesem Hintergrund läuft den Unternehmen jedoch die Zeit davon, der Druck wird größer. Befragte, die aktuell noch keine hundertprozentige Vorgabenkonformität sehen, beziffern den Realisierungszeitraum mit durchschnittlich sieben Monaten. Um die jeweiligen Lücken zu schließen, sucht bereits die Hälfte (48 Prozent) nach externer Unterstützung beziehungweise plant dies.